Schätze aus dem Bienenstock...

Honig

Der Oberkärntner Imker erntet hauptsächlich Waldhonig und Waldblütenhonig, reiner Blütenhonig kommt bei uns nur in wenigen Regionen vor. Da in Oberkärnten kein Monokulturanbau betrieben wird, produzieren unsere Bienen auch keine sortenreine Honige, wie Ra

Der Oberkärntner Imker erntet hauptsächlich Waldhonig und Waldblütenhonig, reiner Blütenhonig kommt bei uns nur in wenigen Regionen vor. Da in Oberkärnten kein Monokulturanbau betrieben wird, produzieren unsere Bienen auch keine sortenreine Honige, wie Rapshonig oder Kastanienhonig. So haben wir das Glück den schmackhaften, qualitativ hochwertigen Waldhonig in unsere Honiggläser abfüllen zu dürfen. Waldhonig entsteht dadurch, wenn Honigtauerzeuger wie Blattläuse oder Lecanien die Rinden von Laub- und Nadelbäumen anstechen und Teile des Pflanzensaftes entziehen. Das Ausscheidungsprodukt dieser Lebewesen nennt man Honigtau. Dieser wird durch die Bienen reichlich eingetragen und mit körpereigenen Sekreten vermischt. Durch mehrmaliges Umtragen im Bienenstock entsteht der so beliebte, zähflüssige, dunkle Waldhonig. Er unterscheidet sich je nach Region und Angebot der Natur, in Farbe sowie im Geschmack. Das Kandieren des Honigs ist ein natürlicher Vorgang, je höher der Gehalt an Traubenzucker umso früher kristallisiert der Honig. Nur echter Honig kandiert, kann aber einfach in einem Wasserbad bei max. 40°C wieder verflüssigt werden. Zu hohe Temperaturen und ständiger Lichteinfluss zerstören die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs!

Propolis

Propolis auch Bienenharz oder Kittharz genannt, ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler sowie antimykotischer Wirkung. Propolis setzt sich aus vielen unterschiedlichen Stoffen zusammen und variiert stark.

Propolis auch Bienenharz oder Kittharz genannt, ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler sowie antimykotischer Wirkung. Propolis setzt sich aus vielen unterschiedlichen Stoffen zusammen und variiert stark.

Propolis dient den Bienen zum Abdichten von kleinen Öffnungen, Spalten sowie Ritzen und dient gleichzeitig dazu, dass vorhandene Krankheiten abgetötet werden. Auch in den Stock eingeschleppte oder vorhandene Bakterien und Pilze werden in ihrer Verbreitung gehindert. Hierzu werden verschiedene Oberflächen, wie beispielsweise das Innere der Wabenzellen für die Brut, mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Im Bienenstock vorhandene, von den Bienen nicht entfernbare Fremdkörper oder Unrat werden ebenfalls mit diesem Stoff abgekapselt.

Propolis kann durch das Einlegen von feinmaschigen Kunststoffgitter gezielt gewonnen werden und für die Weiterverarbeitung zu Propolistropfen oder Propoliscremen verwendet werden. Neben Honig ist Propolis das häufigste Produkt der Imker welches zur Vermarktung genutzt wird.

Blütenpollen

Blütenpollen wird durch die Sammelbienen eingetragen und im Bienenstock in die Zellen abgestreift und am Randbereich der Bienenbrut eingelagert. Die Bienen benötigen den Pollen als Nahrung für die Aufzucht der Jungbienen.

Blütenpollen wird durch die Sammelbienen eingetragen und im Bienenstock in die Zellen abgestreift und am Randbereich der Bienenbrut eingelagert. Die Bienen benötigen den Pollen als Nahrung für die Aufzucht der Jungbienen. Je nach Angebot der Natur sind die Farben, Größe und Zusammensetzung der Blütenpollen sehr unterschiedlich. Geerntet werden diese in speziellen Pollenfallen, welche den Pollen der an den Bienen haftet, abstreift. Dabei ist aber vorsicht geboten, entnimmt man den Bienen über einen zu langen Zeitraum den wertvollen Blütenpollen, bremst man die Entwicklung der Bienenvölker massiv. Nach der Pollenernte müssen die Pollenkörner aufgelegt und sorgfältig getrocknet werden. Blütenpollen ist reich an Eiweiß, Vitaminen und Kohlenhydraten, reguliert den Appetit, unterstützt die Verdauung und wird auch bei Darmbeschwerden eingenommen.

Bienenwachs

Bienenwachs ist ein von Honigbienen abgesondertes Wachs, welches von ihnen zum Bau der Bienenwaben verwendet wird. Durch den Imker werden die gepressten Wachsmittelwände in die Rähmchen eingelötet und in den Beuten eingehängt.

Bienenwachs ist ein von Honigbienen abgesondertes Wachs, welches von ihnen zum Bau der Bienenwaben verwendet wird. Durch den Imker werden die gepressten Wachsmittelwände in die Rähmchen eingelötet und in den Beuten eingehängt. Darauf bauen die Bienen ihre wabenförmige Zellen auf, bebrüten diese Waben oder lagern Pollen für die Bienenbrut ein. Wenn die Zellen vollständig mit Honig eingetragen sind, verdeckeln die Bienen diese mit einer Wachsschicht. Damit wird der Futtervorrat haltbar gemacht. Im ursprünglichen Zustand ist das von den Wachsdrüsen der Bienen ausgeschwitzte Wachs weiß, erst durch die Aufnahme von Blütenpollen erhält es die gelbliche Farbe. Nach mehrmaligen Bebrüten verfärbt sich das Wachs gelb-braun bis schwarz und muss im Wachsschmelzer eingeschmolzen werden. Im Schnitt ein Drittel des Jahresbestandes. Dieser Wachs wird mehrfach geklärt, gefiltert und zur Erzeugung von Bienenwachskerzen oder für die neuerliche Mittelwanderzeugung verwendet. Immer mehr Imkerinnen und Imker legen größten Wert auf den eigenen Wachskreislauf. Nur damit ist sichergestellt, dass dieser Wachs rückstandsfrei von bienenschädlichen Behandlungsstoffen ist.

Gelee Royal

Gelee Royal ist der Futtersaft der Königinnen und wird in unserem Bereich kaum vermarktet, da der Aufwand zur Gewinnung viel zu aufwendig ist.

Gelee Royal ist der Futtersaft der Königinnen und wird in unserem Bereich kaum vermarktet, da der Aufwand zur Gewinnung viel zu aufwendig ist. Bienenlarven werden in den ersten drei Larvenstadien aus Sekreten der Futtersaftdrüse und Oberkieferdrüse der Arbeiterinnenbienen gefüttert. Danach erhalten die Larven von Arbeiterinnenbienen nur noch Pollen und Honig. Die Larven der Königinnen werden hingegen bis zur Verdeckelung der Weiselzelle mit diesem Futtersaft gefüttert.

Gelee Royale ist Reich an Kohlenhydraten, Eiweiß, B-Vitamine und Spurenelementen und wird nur in speziellen Imkereien gewonnen. Durch das Entfernen der Königin werden die Zellen der jüngsten Larven zu Weiselzellen ausgebaut und diese Larven mit diesem Weiselsaft gefüttert. Diese können dann entnommen und geerntet werden. Da dies aber kein natürlicher Eingriff ins Bienenvolk ist, lehnen naturnah, wirtschaftliche Imker die Produktion von Gelee Royal ab.